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22.5.2025

Wie Lebensstil und Stoffwechsel das Gehirn schneller altern lassen

Neue Studie zeigt: Fünf beeinflussbare Risikofaktoren verändern nachweislich die Gehirnstruktur – und beschleunigen den kognitiven Abbau.

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Viele fürchten den körperlichen Abbau im Alter – doch mindestens genauso entscheidend ist der Zustand unseres Gehirns. Eine neue Studie zeigt: Das biologische Alter unseres Gehirns kann deutlich vom tatsächlichen Alter abweichen. Und der größte Hebel liegt nicht in der Genetik – sondern in unserem Alltag.

Die Studie: 16 Jahre Gehirnalter-Forschung

Ein Forscherteam der Universität Kalifornien hat über einen Zeitraum von 16 Jahren über 3.000 MRT-Scans analysiert und mit Gesundheitsdaten verglichen. Ziel war es, herauszufinden, welche Faktoren mit einer beschleunigten Hirnalterung in Zusammenhang stehen – unabhängig vom kalendarischen Alter.

Das Ergebnis: Fünf modifizierbare Risikofaktoren beschleunigen die Alterung des Gehirns signifikant – und das bereits ab dem mittleren Lebensalter.

Die fünf versteckten Risiken

  1. Bluthochdruck (Hypertonie)
    – Führt zu chronisch verringertem Blutfluss im Gehirn.
    – Verstärkt Abbauprozesse in Regionen für Gedächtnis und Entscheidungsfähigkeit.
  2. Erhöhter Blutzucker
    – Auch unterhalb der Diabetes-Grenze schädlich.
    – Erhöht oxidativen Stress und fördert Entzündungen im Gehirn.
  3. Rauchen
    – Vermindert die Sauerstoffversorgung, fördert Gefäßverkalkung und beschleunigt den neuronalen Verfall.
  4. Übermäßiger Alkoholkonsum
    – Reduziert das Hirnvolumen, insbesondere in Regionen für Emotion und Planung.
    – Negative Effekte bereits bei regelmäßigem moderatem Konsum.
  5. Hoher Body-Mass-Index (BMI)
    – Korreliert mit Entzündungsprozessen und strukturellen Hirnveränderungen.
    – Adipositas im mittleren Lebensalter = höheres Risiko für Demenz.

Das biologische Gehirnalter: messbar & beeinflussbar

Die Studie zeigt, dass Menschen mit mehreren dieser Risikofaktoren ein Gehirn hatten, das im Schnitt drei Jahre älter war als das ihrer gesünderen Altersgenossen. Der Effekt ist additiv: Jeder weitere Risikofaktor beschleunigt den Alterungsprozess.

Die gute Nachricht: All diese Faktoren sind beeinflussbar – durch Ernährung, Bewegung, Schlaf, gezielte Stressreduktion und eine bessere medizinische Begleitung im mittleren Lebensalter.

Was bedeutet das für gesundes Altern?

Diese Erkenntnisse unterstreichen eine zentrale Botschaft der Longevity-Forschung:

Alterung ist kein passiver Prozess – sondern ein aktiver Zustand, den wir beeinflussen können.

Während Genetik nur ca. 10–20% unseres Alterungsprozesses bestimmt, liegt der Rest in unserer Hand – oder genauer gesagt: in unserem Alltag. Die enge Verbindung zwischen Herz-Kreislauf-Gesundheit, metabolischem Gleichgewicht und kognitiver Vitalität wird durch diese Studie erneut gestützt.

Was konkret getan werden kann:

  • Regelmäßiger Blutdruck- und Blutzuckercheck (auch ohne Symptome)
  • Mediterrane Ernährung mit Fokus auf Omega-3, Antioxidantien und wenig Zucker
  • Tägliche Bewegung – schon 30 Minuten spazieren senkt das Risiko
  • Rauchstopp & Alkoholkarenz – die Effekte auf das Gehirn sind messbar
  • Gesunder Schlaf – nicht nur für Erholung, sondern auch für neuronale Regeneration

Referenzen

“Discovery of High-Risk Clinical Factors That Accelerate Brain Aging in Adults: A Population-Based Machine Learning Study” by Jing Sun, Luyao Wang, Yiwen Gao, Ying Hui, Shuohua Chen, Shouling Wu, Zhenchang Wang, Jiehui Jiang and Han Lv, 21 October 2024, Research. DOI: 10.34133/research.0500

Experte

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Viele fürchten den körperlichen Abbau im Alter – doch mindestens genauso entscheidend ist der Zustand unseres Gehirns. Eine neue Studie zeigt: Das biologische Alter unseres Gehirns kann deutlich vom tatsächlichen Alter abweichen. Und der größte Hebel liegt nicht in der Genetik – sondern in unserem Alltag.

Die Studie: 16 Jahre Gehirnalter-Forschung

Ein Forscherteam der Universität Kalifornien hat über einen Zeitraum von 16 Jahren über 3.000 MRT-Scans analysiert und mit Gesundheitsdaten verglichen. Ziel war es, herauszufinden, welche Faktoren mit einer beschleunigten Hirnalterung in Zusammenhang stehen – unabhängig vom kalendarischen Alter.

Das Ergebnis: Fünf modifizierbare Risikofaktoren beschleunigen die Alterung des Gehirns signifikant – und das bereits ab dem mittleren Lebensalter.

Die fünf versteckten Risiken

  1. Bluthochdruck (Hypertonie)
    – Führt zu chronisch verringertem Blutfluss im Gehirn.
    – Verstärkt Abbauprozesse in Regionen für Gedächtnis und Entscheidungsfähigkeit.
  2. Erhöhter Blutzucker
    – Auch unterhalb der Diabetes-Grenze schädlich.
    – Erhöht oxidativen Stress und fördert Entzündungen im Gehirn.
  3. Rauchen
    – Vermindert die Sauerstoffversorgung, fördert Gefäßverkalkung und beschleunigt den neuronalen Verfall.
  4. Übermäßiger Alkoholkonsum
    – Reduziert das Hirnvolumen, insbesondere in Regionen für Emotion und Planung.
    – Negative Effekte bereits bei regelmäßigem moderatem Konsum.
  5. Hoher Body-Mass-Index (BMI)
    – Korreliert mit Entzündungsprozessen und strukturellen Hirnveränderungen.
    – Adipositas im mittleren Lebensalter = höheres Risiko für Demenz.

Das biologische Gehirnalter: messbar & beeinflussbar

Die Studie zeigt, dass Menschen mit mehreren dieser Risikofaktoren ein Gehirn hatten, das im Schnitt drei Jahre älter war als das ihrer gesünderen Altersgenossen. Der Effekt ist additiv: Jeder weitere Risikofaktor beschleunigt den Alterungsprozess.

Die gute Nachricht: All diese Faktoren sind beeinflussbar – durch Ernährung, Bewegung, Schlaf, gezielte Stressreduktion und eine bessere medizinische Begleitung im mittleren Lebensalter.

Was bedeutet das für gesundes Altern?

Diese Erkenntnisse unterstreichen eine zentrale Botschaft der Longevity-Forschung:

Alterung ist kein passiver Prozess – sondern ein aktiver Zustand, den wir beeinflussen können.

Während Genetik nur ca. 10–20% unseres Alterungsprozesses bestimmt, liegt der Rest in unserer Hand – oder genauer gesagt: in unserem Alltag. Die enge Verbindung zwischen Herz-Kreislauf-Gesundheit, metabolischem Gleichgewicht und kognitiver Vitalität wird durch diese Studie erneut gestützt.

Was konkret getan werden kann:

  • Regelmäßiger Blutdruck- und Blutzuckercheck (auch ohne Symptome)
  • Mediterrane Ernährung mit Fokus auf Omega-3, Antioxidantien und wenig Zucker
  • Tägliche Bewegung – schon 30 Minuten spazieren senkt das Risiko
  • Rauchstopp & Alkoholkarenz – die Effekte auf das Gehirn sind messbar
  • Gesunder Schlaf – nicht nur für Erholung, sondern auch für neuronale Regeneration

Experte

Münster

Dr. Ulrich Frohberger

Referenzen

“Discovery of High-Risk Clinical Factors That Accelerate Brain Aging in Adults: A Population-Based Machine Learning Study” by Jing Sun, Luyao Wang, Yiwen Gao, Ying Hui, Shuohua Chen, Shouling Wu, Zhenchang Wang, Jiehui Jiang and Han Lv, 21 October 2024, Research. DOI: 10.34133/research.0500

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